[04:27.00]Wie du doch das Treiben satt hast! [04:27.00]Immer wirft dich diese Flut [04:27.00]an ein unbekanntes Ufer, [04:27.00]und dir fehlt schon lang der Mut, [04:27.00]neuen Küsten zu begegnen. [04:27.00]Du bist müde, gräbst dich ein [04:27.00]und beschließt für alle Zeiten, [04:27.00]nie mehr heimatlos zu sein. [04:27.00]Und das nennt sich dann erwachsen [04:27.00]oder einfach Realist. [04:27.00]Viele Worte, zu umschreiben, [04:27.00]daß man feig geworden ist. [04:27.00]Was passierte in den Jahren, [04:27.00]wohin hast du sie verschenkt? [04:27.00]Meistens hast du doch am Tresen [04:27.00]das Geschick der Welt gelenkt. [04:27.00]Und die fiel nicht aus den Angeln, [04:27.00]höchstens du fielst manchmal um, [04:27.00]und für die, die du bekämpft hast, [04:27.00]machst du jetzt den Buckel krumm. [04:27.00]Auch du wolltest wie die andern [04:27.00]fest in einem Weltbild stehn. [04:27.00]Statt die Ängste zu durchwandern, [04:27.00]übst du, sie zu übersehn. [04:27.00]Manchmal jagst du für Sekunden [04:27.00]deinen Zweifeln hinterher, [04:27.00]doch aus Sorge um die Wunden [04:27.00]bleibst du lieber ungefähr. [04:27.00]Und dann triffst du noch die Kämpfer [04:27.00]aus der guten alten Zeit, [04:27.00]fesche Jungs mit drallen Frauen, [04:27.00]und ihr lächelt alle breit. [04:27.00]Was passierte in den Jahren, [04:27.00]wohin hast du sie verschenkt? [04:27.00]Meistens hast du doch am Tresen [04:27.00]das Geschick der Welt gelenkt. [04:27.00]Und die fiel nicht aus den Angeln, [04:27.00]höchstens du fielst manchmal um, [04:27.00]und für die, die du bekämpft hast, [04:27.00]machst du jetzt den Buckel krumm. [04:27.00]Und ich frag mich, ob ich wirklich [04:27.00]so viel anders bin als du. [04:27.00]Zwar, ich kleide meine Zweifel [04:27.00]in Gedichte ab und zu, [04:27.00]das verschafft paar ruhige Stunden, [04:27.00]eigentlich ist nichts geschehn. [04:27.00]Ach, es gibt so viele Schliche, [04:27.00]um sich selbst zu hintergehn. [04:27.00]Doch da muß jetzt was passieren, [04:27.00]zuviel Zeit ist schon verschenkt, [04:27.00]und es wird von den Erstarrten [04:27.00]das Geschick der Welt gelenkt. [04:27.00]Und die fällt bald aus den Angeln. [04:27.00]Komm, wir gehen mit der Flut [04:27.00]und verwandeln mit den Wellen [04:27.00]unsre Angst in neuen Mut